Gelungene Premiere der Talentbase-Games

Die Talentbase Austria ist ein Lückenschluss in der österreichischen Nachwuchs-Leistungssport-Förderung.

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„Bist du nervös, wenn du bei Olympischen Spielen am Start stehst? Macht das Training immer Spaß, wenn du so viel trainieren musst? Welches Rad fährst du und welche Schaltung? Wann hast du mit dem Volleyballspielen begonnen? Fährst du viel bergauf im Training? Warum bist du Eishockeytormann geworden? Hat sich deine Ernährung verändert durch den Sport?“

 

Fragen an 7 SpitzensportlerInnen, die den jungen Nachwuchstalenten bei der Abschlussveranstaltung des Talentbase-Trainingscamps im JUFA Hotel Vulkanland in Gnas am letzten Wochenende unter den Nägeln brannten und die von Eva Dumphart (Volleyball), Max Foidl (Mountainbike), Thomas Höneckl (Eishockey), Sebastian Kislinger (Snowboard), Birgit Koschischek (Schwimmen), Michael Scheickl (Rodeln) und Alexander Benda (Turnen) allesamt beantwortet wurden!

 

40 Talente aus 7 Sportarten, nominiert durch die jeweiligen Sport-Fachverbände, waren bei der gelungenen Premiere der Talentbase-Games dabei – 2 Tage lang wurde gemeinsam und sportartübergreifend in den Bereichen funktionelle Athletik, Sportmotorik, Sportpsychologie und Sporternährung trainiert, informiert und diskutiert. In jenen Bereichen, in denen das Projekt Talentbase Austria – ein Programm der 3 österreichischen Dachverbände und 10 österreichischen Fachverbänden – mit verschiedenen Maßnahmen, von Screenings über Infoveranstaltungen für Eltern und VereinstrainerInnen bis hin zu Einheiten direkt im Training der einzelnen Vereine, die AthletInnen im Alter von 10 und 14 Jahren unterstützt, um sie bestmöglich auf eine spätere Karriere im Leistungssport bzw. auf den Einstieg in ein Nachwuchsleistungszentrum oder Schulmodell vorzubereiten.

 

Als Highlight des Camps traten jeweils 5-6 Talente aus den diversen Sportarten (Handball, Rodeln, Eishockey, Volleyball, Radsport, Fechten, Turnen und Rhythmische Sportgymnastik) in 6 Einzel- und Teambewerben gegeneinander an, um die vielseitigste Sportart bzw. den/die vielseitigste/n SportlerIn zu küren. Die jungen AthletInnen zeigten unglaublichen Einsatz, entwickelten Teamgeist und pushten sich gegenseitig zu Höchstleistungen in den Kategorien Sprint, Sprung, Wurf, Kraft, Ausdauer und Teamwork. Stellvertretend für die großartigen Leistungen seien hier die 11 Minuten (!) Rumpfstabilisation im Unterarmstütz (Planking) von Paul Ivkic (Turnen) erwähnt. In der Einzelwertung konnte sich mit Paul Kreidl bei den Burschen ein Handballer durchsetzen, Marja Linzbichler holte den Sieg bei den Mädchen ins Eishockeylager und in der Sportart-Wertung siegte Handball, knapp gefolgt von Rodeln und Volleyball. Sieger waren sie aber alle, die nach dem abschließenden 2000m Lauf erschöpft, aber glücklich das Ziel erreichten.

 

Als Draufgabe konnten die Nachwuchstalente am Nachmittag noch kurze Trainingseinheiten mit den SpitzensportlerInnen in den Bereichen Sportmotorik, Koordination und Rumpfstabilisation absolvieren. Auch sie zeigten bei den Einheiten vollen Einsatz, gaben Tipps und beantworteten in der eingangs erwähnten Podiumsdiskussion, zu der auch die Eltern und VereinstrainerInnen der Kinder geladen waren, alle Fragen der jungen Nachwuchstalente, die trotz zweier intensiver Tage aufmerksam und konzentriert den Ausführungen ihrer Idole lauschten.

 

Am Ende zeigten sich alle Beteiligten – vom Organisationsteam über die jungen Talente, die Eltern bis hin zu den SpitzensportlerInnen begeistert von dem Spirit, der in nur 2 Tagen alters- und sportartübergreifend entstanden ist. Die Handball-Legende Didi Peißl, von Beginn an ein großer Unterstützer der Talentbase Austria war nicht nur happy, dass „seine“ Sportart den Gesamtsieg davon tragen konnte, sondern fand auch die passenden Schlussworte: „Wenn ihr es wirklich wollt und konsequent an euch weiterarbeitet, dann kann jeder von euch in seiner Sportart sehr weit kommen, vielleicht sogar so weit wie die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die hier vor euch sitzen. Die Talentbase Austria kann ein Mosaikstein auf diesem Weg sein.“